Du suchst Gartenhilfe, weißt aber nicht genau, wann welche Arbeiten anfallen? Ein Garten macht das ganze Jahr über Arbeit – allerdings zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche. Dieser saisonale Guide zeigt dir, welche Gartenarbeiten in Frühling, Sommer, Herbst und Winter anstehen und wie du die passende Gartenhilfe für jede Jahreszeit findest.
Warum sich Gartenhilfe lohnt
Gartenarbeit ist schön, kann aber auch anstrengend und zeitaufwändig sein. Hecken schneiden, Rasen mähen, Unkraut jäten, Laub harken – viele dieser Tätigkeiten erfordern körperliche Fitness und regelmäßigen Einsatz. Nicht jeder hat dafür die Zeit oder die körperlichen Voraussetzungen.
Deshalb entscheiden sich immer mehr Menschen dafür, Gartenhilfe zu finden. Das muss nicht teuer sein: Private Helfer:innen aus der Nachbarschaft kosten deutlich weniger als professionelle Gartenbaubetriebe, erledigen Routinearbeiten aber genauso zuverlässig. Außerdem unterstützt du damit Menschen in deiner Gemeinde, die sich etwas dazuverdienen möchten.
Dabei spielt das Timing eine wichtige Rolle: Manche Arbeiten müssen zu bestimmten Jahreszeiten erledigt werden, andere fallen regelmäßig an. Wer seinen Garten das ganze Jahr über gepflegt halten will, braucht einen Plan – und die passende Unterstützung.
Gartenhilfe im Frühling: Der große Neustart
Der Frühling ist die arbeitsreichste Zeit im Garten. Nach dem Winter gibt es viel aufzuräumen, und gleichzeitig beginnt die Pflanzsaison. Wer im Frühling Gartenhilfe finden will, sollte rechtzeitig suchen – denn die Nachfrage ist hoch.
Diese Arbeiten fallen im Frühling an
März:
- Winterschutz von Pflanzen entfernen
- Beete von altem Laub und Pflanzenresten befreien
- Boden lockern und mit Kompost anreichern
- Erste Vorarbeiten für die Aussaat
April:
- Rasen vertikutieren (Moos und Filz entfernen)
- Rasen düngen und kahle Stellen nachsäen
- Rosen und Obstbäume zurückschneiden
- Erste Stauden und Sommerblumen pflanzen
Mai:
- Nach den Eisheiligen (Mitte Mai): frostempfindliche Pflanzen setzen
- Regelmäßiges Rasenmähen beginnt
- Unkraut jäten, bevor es sich ausbreitet
- Erste Schädlingskontrolle
Wie viel Gartenhilfe brauchst du?
Für einen durchschnittlichen Hausgarten (300–500 m²) solltest du im Frühling mit 8–15 Stunden Arbeit rechnen, verteilt auf mehrere Einsätze. Das Vertikutieren allein dauert je nach Rasenfläche 2–4 Stunden.
Typische Kosten
Private Gartenhilfe: 13–20 € pro Stunde, je nach Aufgaben und Region. Für anspruchsvollere Arbeiten wie Obstbaumschnitt eher am oberen Ende.
Gartenhilfe im Sommer: Pflege und Ernte
Im Sommer wächst und gedeiht alles – und genau das bedeutet: regelmäßige Pflege ist Pflicht. Besonders bei Hitzeperioden brauchen Pflanzen Aufmerksamkeit. Gleichzeitig ist der Sommer die Zeit der Ernte und des Genießens.
Diese Arbeiten fallen im Sommer an
Juni:
- Hecken zum ersten Mal schneiden (vor der Brutzeit beachten!)
- Verblühte Blumen regelmäßig entfernen
- Rasen wöchentlich mähen
- Bei Trockenheit: gründlich wässern
Juli:
- Höhepunkt der Rasenpflege: bei Hitze nicht zu kurz mähen
- Obstbäume bei Trockenheit wässern
- Erste Früchte ernten (Beeren, Kirschen)
- Stützen für hochwachsende Stauden anbringen
August:
- Hecken zum zweiten Mal schneiden
- Herbstgemüse aussäen (Feldsalat, Spinat)
- Abgeerntete Beete für Folgekulturen vorbereiten
- Lavendel nach der Blüte zurückschneiden
Regelmäßige Sommerpflege
Im Sommer fallen viele Arbeiten wöchentlich an:
- Rasenmähen (1× pro Woche, bei starkem Wachstum 2×)
- Gießen bei Trockenheit
- Unkraut jäten
Deshalb lohnt sich im Sommer oft eine regelmäßige Gartenhilfe, die alle 1–2 Wochen vorbeikommt.
Typische Kosten
Für regelmäßiges Rasenmähen und Grundpflege rechne mit etwa 2–4 Stunden pro Woche, also 26–80 € bei privatem Stundenlohn.
Gartenhilfe im Herbst: Aufräumen und Vorbereiten
Der Herbst ist die Zeit des Aufräumens und Vorbereitens auf den Winter. Laub muss weg, Pflanzen brauchen Schutz, und der Garten wird winterfest gemacht. Wer jetzt sorgfältig arbeitet, hat im Frühling weniger Stress.
Diese Arbeiten fallen im Herbst an
September:
- Letzte Ernten einbringen (Äpfel, Birnen, Kürbisse)
- Fallobst aufsammeln (wichtig gegen Schädlinge!)
- Leimringe an Obstbäumen anbringen
- Herbstblüher pflanzen
Oktober:
- Laub harken und entsorgen oder kompostieren
- Blumenzwiebeln für das Frühjahr setzen (Tulpen, Narzissen)
- Empfindliche Pflanzen vor Frost schützen
- Teich mit Netz abdecken gegen Laub
November:
- Garten endgültig winterfest machen
- Wasserleitung im Garten entleeren
- Gartengeräte reinigen und einlagern
- Laub als Winterschutz an Beeten nutzen
Laubentsorgung: Unterschätze den Aufwand nicht
Bei größeren Gärten mit Laubbäumen kann das Laubharken Stunden dauern – und muss mehrfach wiederholt werden, solange die Blätter fallen. Viele Menschen suchen genau dafür Gartenhilfe.
Tipp: Laub muss nicht komplett weg. Ein Haufen in einer Gartenecke bietet Igeln und anderen Nützlingen ein Winterquartier.
Typische Kosten
Herbstarbeiten sind oft einmalige, aber umfangreiche Einsätze. Rechne mit 6–12 Stunden für das komplette Winterfestmachen eines durchschnittlichen Gartens.
Gartenhilfe im Winter: Ruhe mit Ausnahmen
Im Winter ruht der Garten größtenteils. Allerdings gibt es auch in der kalten Jahreszeit Aufgaben, die erledigt werden müssen – besonders wenn Schnee fällt.
Diese Arbeiten fallen im Winter an
Dezember–Februar:
- Winterdienst: Schnee räumen und streuen (siehe auch: Winterdienst – deine Pflichten als Hausbesitzer)
- Obstbäume und Beerensträucher bei Bedarf schneiden
- Immergrüne Pflanzen bei Trockenheit wässern
- Planung für das nächste Gartenjahr
Winterdienst als Sonderfall
Der Winterdienst ist eine eigene Kategorie. Als Hausbesitzer:in bist du verpflichtet, Gehwege von Schnee und Eis freizuhalten. Das kann bei häufigem Schneefall schnell zeitaufwändig werden. Viele Menschen suchen deshalb gezielt Gartenhilfe, die auch den Winterdienst übernimmt.
Profis oder private Helfer: Was passt wann?
Nicht jede Gartenarbeit erfordert einen Fachbetrieb. Für viele Routineaufgaben reicht eine zuverlässige Person aus der Nachbarschaft völlig aus.
Wann private Gartenhilfe ausreicht
- Rasenmähen
- Unkraut jäten
- Laub harken
- Hecken schneiden (niedrige Hecken)
- Beete pflegen und gießen
- Einfache Pflanzarbeiten
Wann du Profis brauchst
- Baumfällungen und größere Baumschnitte
- Teichbau oder Bewässerungssysteme
- Gartengestaltung und Neuanlage
- Bekämpfung von Schädlingen oder Krankheiten
- Arbeiten, die spezielle Geräte erfordern
Kostenvergleich
| Leistung | Private Gartenhilfe | Professioneller Gärtner |
|---|---|---|
| Rasenmähen | 13–18 €/Std | 30–50 €/Std |
| Heckenschnitt | 15–20 €/Std | 35–60 €/Std |
| Unkraut jäten | 13–15 €/Std | 30–40 €/Std |
| Baumschnitt | – | 40–80 €/Std |
Fazit: Für Routinearbeiten sparst du mit privater Gartenhilfe bis zu 60 % der Kosten.
So findest du die richtige Gartenhilfe
Wenn du Gartenhilfe finden möchtest, gibt es mehrere Wege.
Nachbarschaftshilfe und lokale Plattformen
Auf Lokali findest du Menschen aus deiner Nähe, die Gartenarbeiten übernehmen – von Studierenden über Pensionist:innen bis zu Hobbygärtner:innen mit Erfahrung. Der Vorteil: kurze Wege, persönlicher Kontakt und faire Preise ohne Vermittlungsgebühren.
Worauf du achten solltest
- Erfahrung: Kann die Person mit den nötigen Geräten umgehen? Hat sie schon Gartenarbeit gemacht?
- Zuverlässigkeit: Besonders bei regelmäßigen Einsätzen wichtig. Bewertungen helfen bei der Einschätzung.
- Ausrüstung: Stellt du Geräte (Rasenmäher, Heckenschere) oder bringt die Gartenhilfe eigene mit?
- Klare Absprachen: Was genau soll gemacht werden? Wie lange wird es dauern?
Faire Bezahlung
Private Gartenhilfe ist körperlich anstrengend. Ein fairer Stundenlohn liegt bei mindestens 13–15 €, bei schwerer Arbeit oder mitgebrachtem Equipment eher 18–20 €.
Häufige Fragen zur Gartenhilfe
Wie oft brauche ich Gartenhilfe?
Das hängt von der Gartengröße und deinen eigenen Möglichkeiten ab. Im Sommer ist wöchentliche Hilfe sinnvoll (hauptsächlich Rasenmähen), im Frühling und Herbst eher einmalige größere Einsätze. Im Winter nur bei Bedarf (Winterdienst, Baumschnitt).
Muss ich Gartengeräte bereitstellen?
Das ist Vereinbarungssache. Die meisten privaten Helfer:innen erwarten, dass Rasenmäher, Heckenschere und Co. vorhanden sind. Manche bringen eigene Geräte mit – dann ist ein höherer Stundenlohn angemessen.
Kann ich Gartenhilfe steuerlich absetzen?
Ja! Gartenarbeiten zählen in Österreich zu den haushaltsnahen Dienstleistungen. Du kannst bis zu 20 % der Lohnkosten (maximal 600 € pro Jahr) absetzen. Voraussetzung: Die Zahlung erfolgt per Überweisung, nicht bar.
Wie finde ich jemanden für regelmäßige Gartenarbeit?
Plattformen wie Lokali eignen sich gut, um langfristige Arrangements zu finden. Viele Menschen suchen genau solche regelmäßigen Einsätze als zuverlässigen Nebenverdienst.
Was ist, wenn etwas beschädigt wird?
Bei privaten Helfer:innen greift die eigene Haftpflichtversicherung nur bei grober Fahrlässigkeit. Kläre vorab, ob die Person selbst haftpflichtversichert ist. Bei professionellen Gärtnern ist eine Betriebshaftpflicht Standard.
Fazit: Mit der richtigen Gartenhilfe durchs ganze Jahr
Ein gepflegter Garten braucht Aufmerksamkeit in jeder Jahreszeit – aber du musst nicht alles selbst machen. Die richtige Gartenhilfe zu finden bedeutet, jemanden an deiner Seite zu haben, der anpackt, wenn du es brauchst: beim großen Frühjahrsputz, der regelmäßigen Sommerpflege oder dem Winterfestmachen im Herbst.
Ob du einmalig Unterstützung suchst oder jemanden für regelmäßige Einsätze – mit klaren Absprachen und fairer Bezahlung wird die Zusammenarbeit für beide Seiten zum Gewinn.
Gartenhilfe in deiner Nähe gesucht? Auf Lokali findest du Menschen aus deiner Nachbarschaft, die Gartenarbeiten übernehmen – flexibel und zu fairen Konditionen.
Brauchst du auch Unterstützung im Haus? Lies unseren Artikel über Haushaltshilfe finden in Österreich für weitere Tipps.
Zuletzt aktualisiert: Jänner 2026