Du betreibst ein Restaurant, Café oder Hotel und suchst dringend Personal? Damit bist du nicht allein. Die Gastronomie ist mit 88,8 % Personalengpass die am stärksten vom Fachkräftemangel betroffene Branche in Österreich. Personal für Gastronomie zu finden ist zur größten Herausforderung für Betriebe geworden – noch vor steigenden Kosten oder Gästezahlen. In diesem Artikel zeigen wir dir, welche Strategien 2026 wirklich funktionieren und wie du trotz schwieriger Lage die richtigen Mitarbeiter findest.
Die Situation: Warum Personal für Gastronomie so schwer zu finden ist
Die Zahlen sind alarmierend. Laut aktuellen Erhebungen haben fast 9 von 10 Gastronomiebetrieben Probleme, offene Stellen zu besetzen. Allein im ersten Quartal 2025 waren über 1.400 Koch-Positionen ausgeschrieben – mehr als in jeder anderen Berufsgruppe.
Warum die Gastronomie besonders betroffen ist
Die Gründe für den extremen Mangel an Personal für Gastronomie sind vielschichtig. Die Arbeitszeiten sind unattraktiv – Abende, Wochenenden und Feiertage, wenn andere frei haben. Die körperliche Belastung ist hoch, der Stress in Stoßzeiten enorm. Während Corona haben viele Gastro-Mitarbeiter die Branche verlassen und sind nicht zurückgekehrt. Das Lohnniveau ist im Vergleich zu anderen Branchen oft niedriger, während die Lebenshaltungskosten gestiegen sind.
Die meistgesuchten Positionen
| Position | Nachfrage | Typischer Stundenlohn brutto |
|---|---|---|
| Koch/Köchin | Sehr hoch | €14-20 |
| Kellner/Servicekraft | Sehr hoch | €12-15 + Trinkgeld |
| Küchenhilfe | Hoch | €12-14 |
| Barkeeper | Mittel-Hoch | €13-16 + Trinkgeld |
| Rezeptionist (Hotel) | Mittel | €13-16 |
| Housekeeping | Hoch | €12-14 |
Besonders kritisch: Qualifizierte Köche sind praktisch nicht am Markt verfügbar. Wer einen guten Koch sucht, muss kreativ werden oder ihn von woanders abwerben.
Strategie 1: Die richtigen Kanäle nutzen
Um Personal für Gastronomie zu finden, musst du dort präsent sein, wo potenzielle Mitarbeiter suchen. Die klassische Zeitungsannonce erreicht kaum noch jemanden.
Kostenlose und günstige Optionen
Der AMS eJob-Room ist kostenlos und erreicht viele Arbeitssuchende. Für Gastro-Positionen funktioniert er oft gut, weil viele Servicekräfte und Küchenhilfen beim AMS gemeldet sind. Allerdings ist die Qualität der Bewerbungen unterschiedlich.
Social Media ist für die Gastronomie besonders wichtig. Junge Menschen, die in der Gastro arbeiten wollen, sind auf Instagram und TikTok. Ein authentischer Post mit „Wir suchen Verstärkung“ und Einblicken in dein Team kann mehr bringen als ein teures Inserat.
Mundpropaganda funktioniert in der Gastro-Szene gut. Frag deine bestehenden Mitarbeiter, ob sie jemanden kennen. Viele Betriebe zahlen Prämien für erfolgreiche Empfehlungen – €200-500 für einen vermittelten Mitarbeiter, der die Probezeit besteht.
Lokali für Gastronomiebetriebe
Auf Lokali kannst du gezielt Personal für Gastronomie in deiner Region finden. Mit der Stellenanzeigen-Funktion für €39.99 erreichst du Bewerber aus der Umgebung – ideal für Positionen, wo Anfahrtswege eine Rolle spielen.
Das Lokali Business-Abo (€69.99/Monat) ist besonders für Gastronomiebetriebe interessant: Du bekommst jeden Monat eine gratis Stellenanzeige, ein professionelles Firmenprofil mit Fotos von deinem Lokal, ein Business-Dashboard zur Bewerberverwaltung und die Möglichkeit, auch kurzfristige Aushilfen zu finden.
Gerade in der Gastronomie, wo Personalwechsel häufig sind und saisonale Schwankungen dazukommen, lohnt sich ein fixer Kanal für die Personalsuche.
Spezialisierte Gastro-Jobportale
Neben den allgemeinen Plattformen gibt es spezialisierte Portale wie hogastjob.com oder Rolling Pin. Diese sind teurer (€150-400 pro Inserat), erreichen aber gezielt Gastro-Profis. Für qualifizierte Köche oder Führungspositionen kann sich das lohnen.
Strategie 2: Arbeitsbedingungen verbessern
Das beste Recruiting hilft nichts, wenn die Arbeitsbedingungen abschrecken. Um langfristig Personal für Gastronomie zu finden und zu halten, musst du als Arbeitgeber attraktiv sein.
Was Gastro-Mitarbeiter heute erwarten
Die Zeiten, in denen Menschen jeden Job angenommen haben, sind vorbei. Bewerber können wählen – und sie wählen Betriebe, die folgendes bieten:
Verlässliche Dienstpläne sind wichtiger als viele denken. Wer nie weiß, wann er arbeitet, kann sein Privatleben nicht planen. Mindestens zwei Wochen Vorlauf beim Dienstplan sollte Standard sein.
Faire Bezahlung über dem Kollektivvertrag. Der KV ist das Minimum – wer gute Leute will, muss mehr bieten. Auch Trinkgeld-Regelungen (Team-Topf oder individuell) sind ein Thema.
Respektvoller Umgang klingt selbstverständlich, ist es aber nicht überall. Cholerische Küchenchefs und herablassende Vorgesetzte treiben Mitarbeiter weg.
Entwicklungsmöglichkeiten zeigen Perspektiven auf: vom Commis zum Chef de Partie, vom Kellner zum Restaurantleiter.
Konkrete Verbesserungen, die wenig kosten
Kostenloses Essen während der Schicht ist in vielen Betrieben Standard – falls nicht, änder das sofort. Flexible Schichtmodelle, wo möglich, helfen bei der Work-Life-Balance. Teamevents und gemeinsame Aktivitäten stärken den Zusammenhalt. Weiterbildungen wie Barista-Kurse oder Sommelier-Schulungen zeigen Wertschätzung.
Strategie 3: Quereinsteiger und Aushilfen gewinnen
Wenn qualifiziertes Personal für Gastronomie nicht zu finden ist, musst du kreativ werden. Nicht für jede Position brauchst du ausgebildete Fachkräfte.
Quereinsteiger mit Potenzial
Viele erfolgreiche Gastro-Mitarbeiter haben keine klassische Ausbildung. Servicekräfte können auch ohne Lehre hervorragend sein – Freundlichkeit, Belastbarkeit und Lernbereitschaft zählen mehr als ein Zeugnis.
Für Küchenhilfen und einfache Servicetätigkeiten reicht eine gute Einarbeitung. Manche Quereinsteiger entwickeln sich mit der Zeit zu wertvollen Fachkräften.
Flexible Aushilfen für Stoßzeiten
Nicht jeder Personalbedarf muss mit Fixanstellungen gedeckt werden. Für Wochenenden, Events oder saisonale Spitzen kannst du auf flexible Aushilfen setzen.
Auf Lokali findest du Menschen in deiner Region, die sich etwas dazuverdienen wollen – Studenten, Pensionisten, Menschen mit Teilzeitjobs. Du kannst Aufgaben kurzfristig ausschreiben und bekommst Bewerbungen von Leuten, die flexibel einspringen können.
Das entlastet dein Stammpersonal und gibt dir Flexibilität bei schwankendem Bedarf.
Studenten und Schüler
Für Service-Positionen sind Studenten oft ideal: jung, motiviert, flexibel bei den Arbeitszeiten. Kontaktiere Hochschulen in deiner Nähe oder poste in studentischen Facebook-Gruppen.
Beachte bei Minderjährigen die gesetzlichen Regelungen: keine Nachtarbeit, begrenzte Arbeitszeiten, Jugendschutzbestimmungen.
Strategie 4: Die perfekte Stellenanzeige für Gastronomie
Eine gute Stellenanzeige ist entscheidend, um Personal für Gastronomie zu finden. In der Gastro-Branche musst du noch mehr überzeugen als anderswo.
Was rein muss
Gehalt angeben – und zwar ehrlich. In Österreich ist die Mindestgehalt-Angabe Pflicht, aber gib ruhig den tatsächlichen Verdienst an (inklusive realistischer Trinkgeld-Schätzung). „€2.200 brutto + ca. €400 Trinkgeld“ ist konkreter als „nach KV mit Überzahlung möglich“.
Arbeitszeiten klar kommunizieren – beschönige nichts. Wer Samstag und Sonntag arbeiten muss, soll das vorher wissen. Aber zeige auch die Vorteile: freie Tage unter der Woche, wenn andere arbeiten.
Dein Lokal vorstellen – was macht euch besonders? Italienisches Familienrestaurant, hippe Cocktailbar, traditionelles Wirtshaus? Bewerber wollen wissen, wo sie landen.
Beispiel für eine gute Gastro-Stellenanzeige
„Servicekraft (m/w/d) für unser Café im 7. Bezirk gesucht. 25-30 Stunden/Woche, hauptsächlich Do-So. Bei uns gibt’s guten Kaffee, nette Stammgäste und ein Team, das zusammenhält. Du solltest freundlich sein, auch wenn’s stressig wird, und gerne mit Menschen arbeiten. Erfahrung ist super, aber kein Muss – wir zeigen dir alles. €1.800-2.000 brutto bei 25h + Trinkgeld. Bewirb dich einfach mit ein paar Sätzen über dich.“
Mehr Tipps findest du in unserem Artikel Die perfekte Stellenanzeige schreiben.
Strategie 5: Schnell reagieren und professionell auftreten
In der Gastronomie entscheidet Geschwindigkeit. Gute Bewerber haben mehrere Optionen – wer zuerst reagiert, gewinnt.
Bewerbungsprozess beschleunigen
Antworte auf Bewerbungen am selben Tag, spätestens innerhalb von 24 Stunden. Führe Gespräche zeitnah – am besten innerhalb weniger Tage. Mach schnelle Zusagen, wenn jemand passt. Lange Entscheidungsprozesse führen dazu, dass Bewerber woanders anfangen.
Auf Lokali bekommst du Push-Benachrichtigungen bei neuen Bewerbungen – so verpasst du keine Anfrage und kannst sofort reagieren.
Probearbeiten als Entscheidungshilfe
In der Gastronomie ist Probearbeiten üblich und sinnvoll. Ein paar Stunden zeigen mehr als jedes Vorstellungsgespräch. Achte aber darauf, Probearbeit fair zu gestalten und zu bezahlen – unbezahltes „Schnuppern“ über mehrere Tage ist nicht in Ordnung.
Strategie 6: Mitarbeiter halten ist günstiger als suchen
Personal für Gastronomie zu finden ist aufwändig und teuer. Noch wichtiger ist es, gute Mitarbeiter zu halten. Fluktuation kostet Zeit, Geld und Nerven.
Die häufigsten Kündigungsgründe in der Gastro
Schlechtes Arbeitsklima und respektloser Umgang sind der Hauptgrund, warum Mitarbeiter gehen. Unvorhersehbare Dienstpläne machen Privatleben unmöglich. Fehlende Wertschätzung und das Gefühl, austauschbar zu sein, treiben Menschen weg. Keine Perspektive für Weiterentwicklung führt zu Stillstand.
Was du dagegen tun kannst
Regelmäßige Gespräche mit deinen Mitarbeitern zeigen, dass dir ihre Meinung wichtig ist. Frag, was sie brauchen und was sie stört. Oft sind es kleine Dinge, die viel ausmachen.
Investiere in dein Team: gemeinsame Aktivitäten, Weiterbildungen, kleine Aufmerksamkeiten. Ein Mitarbeiter, der sich wertgeschätzt fühlt, bleibt auch dann, wenn woanders €1 mehr Stundenlohn lockt.
Häufige Fragen zum Thema Personal für Gastronomie
Wo finde ich am schnellsten Gastro-Personal?
Für kurzfristigen Bedarf sind Lokali, Social Media und Mundpropaganda am schnellsten. Für qualifizierte Fachkräfte braucht es oft längere Vorlaufzeit und spezialisierte Kanäle.
Was kostet eine Stellenanzeige für Gastronomie?
Von kostenlos (AMS, Social Media) über €39.99 (Lokali) bis €150-400 (spezialisierte Gastro-Portale). Für lokale Service-Positionen reichen günstigere Optionen meist aus.
Lohnt sich das Lokali Business-Abo für Gastronomiebetriebe?
Bei regelmäßigem Personalbedarf ja. Für €69.99/Monat bekommst du eine Gratis-Stellenanzeige, ein Firmenprofil und das Business-Dashboard. Außerdem kannst du kurzfristig Aushilfen finden – in der Gastro mit ihren Schwankungen ein großer Vorteil.
Wie gehe ich mit Personalmangel in Stoßzeiten um?
Plane voraus mit flexiblen Aushilfen, die bei Bedarf einspringen. Auf Lokali findest du Menschen, die kurzfristig verfügbar sind. Alternativ: Öffnungszeiten anpassen oder Speisekarte verkleinern, um mit weniger Personal auszukommen.
Sollte ich mehr zahlen als der Kollektivvertrag?
In der aktuellen Situation: ja, wenn du gute Leute willst. Der KV ist das Minimum – wer nur das zahlt, bekommt nur die Bewerber, die nichts Besseres finden. Faire Überzahlung und gute Arbeitsbedingungen ziehen bessere Kandidaten an.
Fazit: Personal für Gastronomie finden – eine Daueraufgabe
Der Personalmangel in der Gastronomie wird uns noch Jahre begleiten. Um erfolgreich Personal für Gastronomie zu finden, brauchst du eine dauerhafte Strategie: die richtigen Kanäle nutzen, als Arbeitgeber attraktiv sein, schnell reagieren und bestehende Mitarbeiter halten.
Die wichtigsten Hebel sind Präsenz auf den Plattformen, wo deine Zielgruppe sucht, faire Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen, schnelle Reaktion auf Bewerbungen sowie Flexibilität bei Aushilfen für Stoßzeiten.
Du suchst Personal für dein Restaurant, Café oder Hotel? Auf Lokali erreichst du Bewerber aus deiner Region – mit Stellenanzeigen ab €39.99 oder dem Business-Abo für regelmäßigen Bedarf. Finde auch flexible Aushilfen für Events und Stoßzeiten.
Mehr zur allgemeinen Personalsuche in unserem Artikel Mitarbeiter finden als kleiner Betrieb.
Zuletzt aktualisiert: Jänner 2026