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Mit Gartenarbeit Geld verdienen in Österreich: Nebenjob, Gewerbe und Stundenlohn

8 Min. Lesezeit

Mit Gartenarbeit lässt sich in Österreich gut nebenbei Geld verdienen, weil die Nachfrage saisonal hoch und die Konkurrenz vor Ort überschaubar ist. Rasen mähen, Hecken schneiden, Unkraut jäten, Beete pflegen und im Herbst Laub räumen sind Arbeiten, die viele Haushalte regelmäßig brauchen, aber nicht selbst erledigen wollen oder können.

Für einfache, gelegentliche Hilfe reicht in der Regel Nachbarschaftshilfe oder der Dienstleistungsscheck. Wer regelmäßig und gewerblich Gärten betreut, meldet meist ein freies Gewerbe an. Für aufwendige Gartengestaltung und Landschaftsbau gelten strengere Regeln.

In diesem Ratgeber erfährst du, welche Arbeiten am gefragtesten sind, was du realistisch pro Stunde verlangen kannst, welche Rechtsform für dich passt und wie du die ersten zahlenden Kunden in deiner Nähe findest.

Welche Gartenarbeiten am gefragtesten sind

Am meisten gebucht wird die laufende Pflege: Rasen mähen, Rasenkanten stechen, Hecken und Sträucher schneiden, Unkraut jäten und Beete in Ordnung halten. Diese Arbeiten fallen über die ganze Saison an und führen oft zu regelmäßigen Terminen, was dir planbare Einnahmen bringt.

Saisonale Spitzen gibt es im Frühjahr beim Herrichten des Gartens und im Herbst beim Laubräumen und Winterfestmachen. Auch das Abräumen nach dem Sommer, das Pflanzen von Setzlingen oder das Bewässern während des Urlaubs der Besitzer sind beliebte Aufträge.

Wenn du im Winter zusätzlich Schneeräumung anbietest, hast du ein Standbein über das ganze Jahr. Viele ältere Menschen und Berufstätige sind dankbar für eine verlässliche Person, die sich um Garten und Gehweg kümmert, ohne dass sie jedes Mal neu suchen müssen.

Was du pro Stunde verlangen kannst

Für einfache Gartenhilfe im Privathaushalt liegt der Stundensatz je nach Region, Aufwand und Ausrüstung meist im mittleren zweistelligen Bereich. Körperlich anstrengende Arbeiten, der Einsatz eigener Geräte oder Fachkenntnis rechtfertigen einen höheren Preis.

Du kannst nach Stunden abrechnen oder Pauschalen anbieten, etwa einen Fixpreis pro Rasenmähen oder pro Heckenschnitt. Pauschalen geben dem Kunden Planungssicherheit, lohnen sich für dich aber nur, wenn du den Aufwand gut einschätzen kannst. Am Anfang ist eine Abrechnung nach Stunden oft fairer.

Rechne ein, ob du eigene Geräte mitbringst. Wer Rasenmäher, Heckenschere und Werkzeug stellt, kann mehr verlangen als jemand, der die Ausrüstung des Kunden nutzt. Sprit, Abnutzung und Anfahrt gehören in deine Kalkulation, damit am Ende ein fairer Stundenlohn übrig bleibt.

Nachbarschaftshilfe, Dienstleistungsscheck oder Gewerbe?

Für gelegentliche, kleine Hilfe gegen ein Taschengeld bewegst du dich oft im Rahmen der Nachbarschaftshilfe. Sie ist für seltene, nicht gewerbsmäßige Gefälligkeiten gedacht und nicht für eine laufende, planmäßige Tätigkeit.

Der Dienstleistungsscheck ist für einfache Tätigkeiten in privaten Haushalten vorgesehen und kann auch einfache Gartenarbeit abdecken. Er ist unkompliziert, weil Anmeldung und Abgaben darüber geregelt sind, hat aber eine Verdienstobergrenze. Für regelmäßige, planmäßige Gartenbetreuung meldest du in der Regel ein freies Gewerbe an, oft als Garten- und Grünflächenbetreuung.

Wichtig ist die Abgrenzung: Einfache Pflege wie Mähen, Jäten und Laubräumen ist meist ein freies Gewerbe, während umfassende Gartengestaltung und Landschaftsbau reglementiert sein können und mehr verlangen. Welche Form für dich gilt, hängt von Umfang und Art der Arbeiten ab. Hol dir dazu eine kostenlose Erstauskunft bei der Wirtschaftskammer oder der Gewerbebehörde, Stand 2026.

Steuer, Versicherung und Sicherheit

Sobald du regelmäßig und mit Gewinnabsicht arbeitest, sind deine Einkünfte steuerlich relevant und es kann eine Anmeldung bei der Sozialversicherung der Selbstständigen nötig werden. Die genauen Grenzen und Beiträge ändern sich, prüfe sie bei SVS, Finanzamt und Wirtschaftskammer.

Denke an die Haftung. Wenn beim Heckenschneiden etwas beschädigt wird oder beim Mähen ein Stein eine Scheibe trifft, haftest du. Eine Betriebs- oder Haftpflichtversicherung gibt dir und deinen Kunden Sicherheit und ist gerade bei Geräteeinsatz sinnvoll.

Arbeite sicher: Schutzbrille und Handschuhe bei Heckenschere und Trimmer, festes Schuhwerk und Vorsicht bei Geräten mit Klingen. Kläre vor dem Start, wo Strom- und Wasseranschluss sind und wohin Grünschnitt und Laub kommen, damit es hinterher keine Diskussion gibt.

So findest du die ersten Kunden

Der schnellste Weg zu Aufträgen ist ein klares Angebot dort, wo Menschen in deiner Nähe nach Gartenhilfe suchen. Beschreibe konkret, welche Arbeiten du übernimmst, ob du eigene Geräte mitbringst, in welchem Umkreis du tätig bist und was es kostet.

Auf Lokali legst du als Privatperson kostenlos ein Angebot an oder, wenn du gewerblich arbeitest, eine Dienstleistung als Betrieb. Dein Eintrag wird Haushalten in deiner Umgebung angezeigt, die genau diese Hilfe brauchen. Zusätzlich kannst du die Gesuche von Nachbarn durchsehen, die gerade jemanden für den Garten suchen, und dich direkt melden.

Setze auf Zuverlässigkeit und gute Bewertungen. Wer pünktlich kommt, sauber arbeitet und den Garten ordentlich hinterlässt, wird weiterempfohlen und für die nächste Saison gleich wieder gebucht. Aus einem einzelnen Auftrag wird so eine feste Runde an Stammkunden.

Häufige Fragen

Brauche ich für Gartenarbeit ein Gewerbe in Österreich?

Für gelegentliche, kleine Hilfe reicht oft Nachbarschaftshilfe oder der Dienstleistungsscheck. Sobald du regelmäßig und mit Gewinnabsicht Gärten betreust, meldest du in der Regel ein freies Gewerbe an, häufig als Garten- und Grünflächenbetreuung. Umfassende Gartengestaltung kann strenger geregelt sein. Welche Form für dich gilt, klärst du am besten mit einer kostenlosen Auskunft bei der Wirtschaftskammer, Stand 2026.

Ist Gartenpflege ein freies Gewerbe?

Einfache Gartenpflege wie Mähen, Jäten, Hecken schneiden und Laubräumen lässt sich in Österreich meist als freies Gewerbe anmelden. Für Gartengestaltung und Landschaftsbau gelten oft strengere Anforderungen. Da die Einstufung vom Umfang abhängt, frag im Zweifel bei der Gewerbebehörde oder der WKO nach, bevor du startest.

Was kann ich pro Stunde für Gartenarbeit verlangen?

Für einfache Gartenhilfe im Privathaushalt liegt der Stundensatz je nach Region und Aufwand meist im mittleren zweistelligen Bereich. Mehr ist drin, wenn du eigene Geräte mitbringst, körperlich anstrengende Arbeiten übernimmst oder Fachkenntnis hast. Kalkuliere Sprit, Geräteabnutzung und Anfahrt mit ein, damit ein fairer Stundenlohn übrig bleibt.

Wie verdiene ich auch außerhalb der Gartensaison?

Biete ergänzend Schneeräumung und das Winterfestmachen von Gärten an, dann hast du ein Standbein über das ganze Jahr. Im Frühjahr ist das Herrichten des Gartens gefragt, im Herbst Laubräumen und Rückschnitt. Mit regelmäßigen Pflegeterminen sicherst du dir planbare Einnahmen auch in ruhigeren Monaten.

Brauche ich eine Versicherung für Gartenarbeit?

Empfehlenswert ist eine Haftpflicht- oder Betriebsversicherung, denn beim Heckenschneiden oder Mähen kann etwas beschädigt werden, und dafür haftest du. Gerade beim Einsatz eigener Geräte gibt dir das Sicherheit. Eine kurze Beratung bei einer Versicherung oder der WKO hilft, den passenden Schutz zu finden.

Wie finde ich Kunden für meine Gartenhilfe?

Am schnellsten über ein klares Angebot dort, wo Menschen in deiner Nähe nach Gartenhilfe suchen. Auf Lokali legst du als Privatperson kostenlos ein Angebot an oder als Betrieb eine Dienstleistung und wirst Haushalten in deiner Umgebung angezeigt. Du kannst auch die Gesuche von Nachbarn durchsehen, die gerade Gartenhilfe brauchen, und dich direkt melden.

Du packst gerne im Garten an und willst damit Geld verdienen? Erstelle jetzt kostenlos dein Konto auf lokali.at und gib dein Angebot für Gartenhilfe auf. So finden dich Haushalte in deiner Nähe, die jemanden Verlässlichen für Rasen, Hecke und Beet suchen.

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