Nebenbei Geld verdienen in Österreich 2026: Der komplette Guide

Du willst 2026 nebenbei Geld verdienen in Österreich? Ob neben dem Hauptjob, dem Studium oder in der Pension – die Möglichkeiten sind vielfältig. In diesem Guide erfährst du alles über realistische Verdienstmöglichkeiten, rechtliche Rahmenbedingungen und die besten Wege zum Zusatzverdienst. Denn wer heute nebenbei Geld verdienen will in Österreich, hat mehr Optionen als je zuvor.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Geringfügigkeitsgrenze 2026: €551,10/Monat (eingefroren)
  • Steuerfreies Jahreseinkommen: €13.539
  • Beliebteste Nebenjobs: Nachhilfe (€20-35/h), Reinigung (€12-22/h), Gartenarbeit (€15-25/h)
  • NEU 2026: Kein geringfügiger Zuverdienst mehr bei AMS-Bezug (mit Ausnahmen)
  • Beste Plattform: Lokali – flexibel, lokal, ohne Vermittlungsgebühren

Was kannst du 2026 realistisch verdienen?

Wer nebenbei Geld verdienen möchte in Österreich, sollte zunächst realistische Erwartungen haben. Die Verdienstmöglichkeiten variieren dabei je nach Tätigkeit, Region und Erfahrung erheblich.

Stundensätze nach Tätigkeit

TätigkeitStundensatzBesonderheiten
Nachhilfe (qualifiziert)€20-35MINT-Fächer am oberen Ende
Handwerkliche Arbeiten€15-30Je nach Qualifikation
Saisonjob Tourismus€15-20Plus Trinkgeld, oft mit Unterkunft
Reinigung/Putzhilfe€12-22Wien und Westen höher
Gartenarbeit€15-25Schwere Arbeiten bis €40
Babysitting€12-18Mit Erfahrung bis €20
Umzugshilfe€15-20Körperlich anspruchsvoll
Einkaufshilfe€12-15Ideal für Flexible


Regionale Unterschiede

Die Stundensätze unterscheiden sich je nach Region deutlich. In Westösterreich (Tirol, Vorarlberg, Salzburg) sind die Sätze durch den Tourismus am höchsten – Reinigung bringt dort oft €18-22 pro Stunde. Wien bietet die meisten Jobs bei mittlerem Preisniveau, allerdings auch hohe Konkurrenz. In Niederösterreich und Oberösterreich herrscht solide Nachfrage bei moderaten Preisen. Im Osten (Burgenland, Steiermark) liegen die Stundensätze tendenziell etwas niedriger.

Die 6 besten Wege, um nebenbei Geld zu verdienen in Österreich


1. Nachbarschaftshilfe und Haushaltsdienstleistungen

Der einfachste Einstieg, wenn du nebenbei Geld verdienen willst in Österreich: Hilfe für Menschen in deiner Nähe. Diese Option ist deshalb so beliebt, weil sie keine Qualifikation erfordert.

Putzhilfe/Reinigung ist besonders gefragt. Du verdienst €12-22 pro Stunde, bei Grundreinigungen sogar €22-30. Es ist keine Qualifikation nötig, die Nachfrage ist hoch und regelmäßige Aufträge sind daher möglich.

Gartenarbeit bringt €15-25 pro Stunde, bei schweren Arbeiten wie Erdarbeiten oder Baumschnitt sogar bis zu €40. Die Saison läuft von Frühjahr bis Herbst. Die Arbeit ist zwar körperlich, dafür bist du jedoch an der frischen Luft.

Umzugshilfe zahlt €15-20 pro Stunde. Die Arbeit ist körperlich anspruchsvoll und läuft oft als Tagesjob.

Auf Lokali findest du genau diese Aufgaben in deiner Nachbarschaft – Menschen, die konkret Hilfe suchen. Du bestimmst dabei selbst, welche Aufträge du annimmst.

2. Nachhilfe geben

Eine der lukrativsten Möglichkeiten, um nebenbei Geld zu verdienen in Österreich – besonders wenn du in gefragten Fächern fit bist.

Verdienst nach Niveau:

  • Unterstufe: €15-20/Stunde
  • Oberstufe: €20-30/Stunde
  • MINT-Fächer, Sprachen: bis €35/Stunde

Gefragte Fächer: Mathematik ist immer gefragt, ebenso Englisch, Deutsch, Physik und Chemie. Latein und Programmieren haben zudem wachsende Nachfrage.

Tipps für höhere Stundensätze: Spezialisiere dich auf schwierige Fächer, sammle Referenzen und biete außerdem Online-Nachhilfe an. Dadurch erreichst du mehr Schüler ohne Anfahrtszeit.

3. Kinderbetreuung und Babysitting

Ein Klassiker unter den Nebenjobs, besonders für Studierende.

Als Einsteiger verdienst du €12-15 pro Stunde. Mit Erfahrung steigt das auf €15-18, mit Zusatzqualifikationen wie Erste-Hilfe-Kurs sogar auf €20 pro Stunde.

So steigerst du deinen Verdienst: Absolviere einen Erste-Hilfe-Kurs für Kindernotfälle, sammle Referenzen, sei flexibel bei Abend- und Wochenendterminen und biete zusätzlich Hausaufgabenhilfe an.

4. Handwerkliche Tätigkeiten

Wer handwerklich geschickt ist, kann gut nebenbei Geld verdienen in Österreich – die Nachfrage ist nämlich hoch.

Mögliche Tätigkeiten: Kleine Reparaturen im Haushalt, Möbelaufbau, Malerarbeiten, Montagearbeiten sowie Gartenpflege.

Verdienst: €15-30 pro Stunde, je nach Tätigkeit und Qualifikation.

Wichtig: Reglementierte Gewerbe wie Elektriker oder Installateur erfordern einen Befähigungsnachweis. Einfache Montagearbeiten, Möbelaufbau oder Hausmeistertätigkeiten fallen hingegen unter freie Gewerbe.

5. Online und von zuhause arbeiten

Wer lieber von zuhause aus nebenbei Geld verdienen will in Österreich, hat ebenfalls Optionen.

Online-Nachhilfe bringt gleiche Stundensätze wie vor Ort, dafür jedoch keine Anfahrtszeit und einen größeren Kundenkreis.

Texten und Übersetzen zahlt €20-80 pro Stunde je nach Spezialisierung. Fachübersetzungen in Medizin oder Recht sind dabei am lukrativsten.

Virtuelle Assistenz umfasst administrative Tätigkeiten, Social Media und Recherche für €15-25 pro Stunde. Die Nachfrage wächst folglich stetig.

6. Saisonale Möglichkeiten

Clevere Nebenjobber planen deshalb mit den Jahreszeiten:

Frühling: Gartenarbeit boomt, Frühjahrsputz ist gefragt, Umzugssaison beginnt.

Sommer: Ferienbetreuung für Kinder, Urlaubsvertretungen, Event-Saison mit Festivals und Hochzeiten.

Herbst: Garten winterfest machen, Nachhilfe-Hochsaison durch Schulbeginn.

Winter: Weihnachtssaison mit Paketdiensten und Christkindlmärkten, Schneeräumen, Wintersaison im Tourismus mit bis zu €3.000/Monat plus Extras.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen 2026

Wer nebenbei Geld verdienen möchte in Österreich, muss zunächst die rechtlichen Grundlagen kennen.

Die Geringfügigkeitsgrenze: €551,10

Die Geringfügigkeitsgrenze wurde für 2026 nicht erhöht – sie bleibt somit bei €551,10 brutto monatlich eingefroren.

Unter der Grenze (bis €551,10/Monat):

  • Keine Lohnsteuer
  • Nur Unfallversicherung (zahlt der Arbeitgeber)
  • Keine Kranken- und Pensionsversicherungspflicht
  • Freiwillige Selbstversicherung möglich (€83,49/Monat)

Über der Grenze:

  • Sofortige Vollversicherungspflicht
  • Kranken-, Pensions-, Arbeitslosenversicherung
  • Lohnsteuer je nach Gesamteinkommen

Achtung: Alle geringfügigen Beschäftigungen werden zusammengerechnet! Überschreitest du in Summe die Grenze, wirst du folglich sozialversicherungspflichtig.

Mehr Details findest du in unserem Artikel Geringfügigkeitsgrenze 2026.

Steuern beim Nebenverdienst

Das steuerfreie Jahreseinkommen liegt bei €13.539. Bei einem Hauptjob plus Nebenjob rechnet das Finanzamt allerdings alle Einkünfte zusammen.

Faustformel: Bis etwa €14.000-15.000 Jahreseinkommen (Hauptjob + Nebenjob) musst du meist nichts nachzahlen.

Der Veranlagungsfreibetrag für Selbständige beträgt €730 – erst darüber fallen demnach Steuern an.

Wichtige Änderung 2026: AMS-Bezug und Nebenjob

Ab 1. Jänner 2026 ist es grundsätzlich nicht mehr erlaubt, neben Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe geringfügig zu arbeiten. Wer dennoch arbeitet, erhält an diesen Tagen kein Geld vom AMS.

Ausnahmen gelten nur für: Langzeitarbeitslose (mindestens 365 Tage AMS-Bezug), Personen nach längerer Krankheit oder Reha, Über-50-Jährige oder Menschen mit Behinderung sowie jene, die den geringfügigen Job schon vor der Arbeitslosigkeit hatten.

Mehr dazu in unserem Artikel Nebenjob und Arbeitslosengeld 2026.

Wann brauchst du ein Gewerbe?

Kein Gewerbe nötig bei: Anstellung (auch geringfügig), gelegentlichen Privatverkäufen sowie einmaligen Tätigkeiten.

Gewerbe nötig bei: Regelmäßiger selbständiger Tätigkeit mit Gewinnerzielungsabsicht.

Freie Gewerbe (ohne Befähigungsnachweis) umfassen beispielsweise Hausbetreuung, Entrümpelungen, Möbelaufbau, Gartengestaltung (ohne Erdbewegungen) und Personenbetreuung.

Die Kosten für die Gewerbeanmeldung betragen €15-65. Die SVS-Pflichtversicherung greift ab €6.613,20 Jahresgewinn.

Spezielle Regelungen für bestimmte Gruppen


Studierende

Wenn du als Student nebenbei Geld verdienen willst in Österreich, beachte die Zuverdienstgrenzen:

  • Familienbeihilfe: €17.212/Jahr
  • Studienbeihilfe: €16.455/Jahr

Überschreitung führt zur Rückzahlung des überschreitenden Betrags.

Mehr dazu: Als Student Geld verdienen

Eltern in Karenz

  • KBG-Konto: bis €18.000/Jahr
  • Einkommensabhängiges KBG: bis €8.600/Jahr
  • Geringfügige Beschäftigung grundsätzlich erlaubt

Mehr dazu: Nebenjob in der Karenz

Pensionisten

  • Alterspension: Unbegrenzter Zuverdienst möglich
  • Vorzeitige Pension: Nur bis €551,10/Monat

Mehr dazu: Nebenjob als Pensionist

Warum Lokali die beste Wahl ist

Du fragst dich, wo du am besten Aufträge findest, um nebenbei Geld zu verdienen in Österreich? Lokali ist die Antwort.

Direkt aus deiner Nachbarschaft

Auf Lokali posten Menschen aus deiner Umgebung konkrete Aufgaben: Wohnung putzen, beim Umzug helfen, Garten winterfest machen, Nachhilfe geben. Keine langen Anfahrtswege, keine anonymen Aufträge – du hilfst echten Menschen in deiner Nähe.

Maximale Flexibilität

Du entscheidest, welche Aufgaben du annimmst. Keine fixen Arbeitszeiten – arbeite, wenn es dir passt. Keine Mindeststundenanzahl – auch einzelne Aufträge sind möglich.

Keine Vermittlungsgebühren

Anders als bei vielen Plattformen zahlst du bei Lokali keine Provision auf deinen Verdienst. Was du verdienst, bleibt bei dir.

Vertrauen durch lokale Community

Das Bewertungssystem schafft gegenseitiges Vertrauen. Echte Menschen aus deiner Nachbarschaft, persönlicher Kontakt statt anonymer Aufträge.

Praktische Tipps für deinen Erfolg


Den richtigen Stundensatz finden

Recherchiere den Markt und berechne deine Kosten inklusive Anfahrt und Material. Starte eher höher – runterhandeln ist leichter als erhöhen. Abend- und Wochenendzuschläge sind üblich.

Faustformel für Selbständige: Wunsch-Nettostundensatz × 1,5 bis 2 = Bruttostundensatz

Mehr dazu: Stundenlohn als Helfer richtig kalkulieren

Häufige Fehler vermeiden

  • ❌ Zuverdienstgrenzen ignorieren → Nachzahlungen
  • ❌ Schwarzarbeit → Strafen bis €3.000, kein Versicherungsschutz
  • ❌ Keine Belege → Probleme bei Steuererklärung
  • ❌ Zu niedrige Preise → Untergräbt den Markt und dein Einkommen
  • ❌ Unprofessionelles Auftreten → Keine Folgeaufträge

Häufige Fragen zum Thema nebenbei Geld verdienen in Österreich

Wie viel darf ich steuerfrei dazuverdienen?

Bei geringfügiger Beschäftigung (bis €551,10/Monat) zahlst du keine Lohnsteuer. Das steuerfreie Jahreseinkommen liegt bei €13.539 – darüber wird hingegen versteuert.

Muss ich meinen Arbeitgeber über den Nebenjob informieren?

Das hängt von deinem Arbeitsvertrag ab. Viele Verträge enthalten nämlich Klauseln zu Nebenbeschäftigungen. Im Zweifel daher nachfragen und Zustimmung einholen.

Brauche ich für Nachbarschaftshilfe ein Gewerbe?

Bei gelegentlichen Tätigkeiten nicht. Bei regelmäßiger, auf Dauer angelegter Tätigkeit mit Gewinnabsicht hingegen schon. Die Grenze ist fließend – bei Unsicherheit berät deshalb die WKO.

Kann ich mehrere Nebenjobs gleichzeitig haben?

Ja, allerdings werden alle Einkünfte zusammengerechnet. Überschreitest du in Summe die Geringfügigkeitsgrenze, wirst du folglich sozialversicherungspflichtig.

Was passiert, wenn ich die Geringfügigkeitsgrenze überschreite?

Du wirst vollversichert (Kranken-, Pensions-, Arbeitslosenversicherung). Das ist nicht schlecht – du baust schließlich Pensionsansprüche auf – aber es kostet mehr.

Fazit: 2026 ist dein Jahr, um nebenbei Geld zu verdienen in Österreich

Die Möglichkeiten, nebenbei Geld zu verdienen in Österreich, sind vielfältig. Von Nachhilfe über Haushaltsdienstleistungen bis zu handwerklichen Tätigkeiten – für fast jeden gibt es passende Optionen.

Die wichtigsten Punkte:

  • Geringfügigkeitsgrenze bleibt bei €551,10/Monat
  • Lukrativste Jobs: Nachhilfe (€20-35/h), Handwerk (€15-30/h), Saisonjobs im Tourismus
  • Für Einsteiger: Haushaltsdienstleistungen bieten einfachen Einstieg mit €12-22/h
  • Neue AMS-Regeln beachten: Kaum noch Zuverdienst bei Arbeitslosengeld möglich

Der einfachste Weg? Auf Lokali findest du echte Aufgaben von echten Menschen in deiner Nachbarschaft – flexibel, fair bezahlt und ohne Vermittlungsgebühren.

Zuletzt aktualisiert: Jänner 2026

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Bei konkreten Fragen wende dich an die Arbeiterkammer oder Wirtschaftskammer.