Aushilfen für kleine Unternehmen: flexibel Personal finden
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Wenn du als kleines Unternehmen flexibel Personal brauchst, findest du Aushilfen am schnellsten über eine klar formulierte Stellenanzeige mit konkreten Aufgaben, Arbeitszeiten und Stundenlohn, verbreitet genau dort, wo Menschen in deiner Nähe nach Jobs suchen. Das gängigste Modell in Österreich ist die geringfügige Beschäftigung, weil sie für beide Seiten überschaubar und kalkulierbar ist.
Gerade in Stoßzeiten, der Saison oder bei einem Krankheitsausfall entscheidet oft die Geschwindigkeit. Wer dann erst anfängt zu suchen, verliert Umsatz oder überlastet das Stammteam. Mit einem eingespielten Vorgehen und einem kleinen Pool an verlässlichen Aushilfen bist du auf solche Spitzen vorbereitet, ohne langfristig mehr Fixkosten aufzubauen, als du tragen kannst.
In diesem Ratgeber zeigen wir dir, wann sich Aushilfen lohnen, wie das Modell der geringfügigen Beschäftigung funktioniert, wo du passende Leute vor Ort findest, was du fair zahlst und welche rechtlichen Punkte du nicht übersehen darfst.
Wann sich Aushilfen für dein Unternehmen lohnen
Aushilfen sind kein Notnagel, sondern ein planbares Werkzeug. Sie lohnen sich überall dort, wo dein Arbeitsanfall schwankt: in der saisonalen Spitze, bei Events und Aktionen, zur Urlaubs- und Krankheitsvertretung, für ein zeitlich begrenztes Projekt oder schlicht in den Stoßzeiten am Wochenende. Statt das Stammteam dauerhaft zu überlasten, fängst du die Spitze gezielt mit zusätzlicher Unterstützung ab.
Der Personalmangel ist in vielen Branchen Realität, in der Gastronomie und im Handel besonders spürbar. Wichtig ist deshalb der richtige Blickwinkel: Behandle Aushilfen als wertvolle Ergänzung deines Teams, nicht als beliebig austauschbare Lückenfüller. Wer fair bezahlt, klar einarbeitet und Wertschätzung zeigt, baut sich über die Zeit einen verlässlichen Pool auf, der sofort einsatzbereit ist und einspringt, wenn es eng wird.
Geringfügige Beschäftigung: das gängige Modell verstehen
Das in Österreich am häufigsten genutzte Modell für Aushilfen ist die geringfügige Beschäftigung. Verdient eine Aushilfe nicht mehr als die monatliche Geringfügigkeitsgrenze, fallen für sie keine Lohnsteuer und keine normalen Sozialversicherungsbeiträge an, sie ist über das Dienstverhältnis aber unfallversichert. Das macht das Modell für kurze Einsätze und kleine Stundenkontingente besonders attraktiv.
Auf Arbeitgeberseite ist die geringfügige Beschäftigung günstiger als eine reguläre Anstellung, kostenlos ist sie aber nicht. Du zahlst unter anderem einen Beitrag zur Unfallversicherung und zur betrieblichen Vorsorge. Beschäftigst du mehrere geringfügige Aushilfen und übersteigt die Summe ihrer Entgelte eine bestimmte Grenze, kommt zusätzlich die sogenannte Dienstgeberabgabe hinzu. Plane also immer mit einem Aufschlag auf den reinen Stundenlohn.
Wichtig: Auch geringfügig Beschäftigte haben volle arbeitsrechtliche Ansprüche, etwa auf anteiligen Urlaub, Entgeltfortzahlung im Krankenstand und Sonderzahlungen nach Kollektivvertrag. Konkrete Werte wie die Geringfügigkeitsgrenze und die Beitragssätze nennen wir hier bewusst nicht als feste Zahl, weil sie sich regelmäßig ändern. Stand 2026 prüfst du die aktuellen Werte am besten direkt beim zuständigen Amt, etwa der Österreichischen Gesundheitskasse, beim BMF oder bei der Wirtschaftskammer.
Wo du Aushilfen in deiner Nähe findest
Die besten Aushilfen kommen oft aus der unmittelbaren Umgebung, denn ein kurzer Arbeitsweg bedeutet pünktlichere Einsätze und höhere Verlässlichkeit. Aktiviere zuerst dein eigenes Umfeld: Stammkunden, bestehende Mitarbeiter und deren Bekannte sind eine starke Quelle, weil eine persönliche Empfehlung meist mehr wert ist als eine anonyme Bewerbung.
Daneben funktionieren mehrere Kanäle parallel. Schulen, Berufsschulen und Hochschulen in deiner Region sind ideal, wenn du Studierende oder Schülerinnen und Schüler für flexible Stunden suchst. Klassische Jobportale und das AMS erreichen ebenfalls viele Suchende. Ein Aushang im Geschäft und ein Hinweis auf deinen Social-Media-Kanälen kosten fast nichts und sprechen genau die Menschen an, die ohnehin in der Nähe wohnen.
Der direkteste Weg ist eine hyperlokale Plattform, auf der Menschen aus deiner Umgebung aktiv nach Jobs und Aufträgen suchen. Auf Lokali gibst du als Unternehmen eine Stellenanzeige auf, die genau den Leuten in deiner Nähe angezeigt wird. Du erreichst so gezielt potenzielle Aushilfen mit kurzem Anfahrtsweg, ohne vorab in teure Inseratspakete zu investieren.
Eine Stellenanzeige schreiben, die Aushilfen anzieht
Aushilfen entscheiden schnell, deshalb muss deine Anzeige sofort die wichtigsten Fragen beantworten. Nenne einen konkreten Titel und den Arbeitsort, beschreibe drei bis fünf zentrale Aufgaben und sei bei den Arbeitszeiten ehrlich: an welchen Tagen, in welchem Umfang, ob es sich um regelmäßige Schichten oder fallweise Einsätze handelt.
Sei beim Stundenlohn transparent. In Österreich ist die Angabe des kollektivvertraglichen Mindestentgelts in Stelleninseraten ohnehin vorgeschrieben (Stand 2026, aktuelle Vorgaben bei der Wirtschaftskammer prüfen). Eine konkrete Lohnangabe erhöht erfahrungsgemäß die Zahl ernsthafter Bewerbungen deutlich, weil sich niemand erst durchfragen muss.
Ein gutes Beispiel: 'Wochenend-Aushilfe für unser Café im Servicebereich gesucht, Samstag und Sonntag je sechs Stunden, geringfügige Anstellung, fairer Stundenlohn plus Trinkgeld, kurze Einarbeitung, Arbeitsort Innenstadt.' So ein Inserat ist konkret, ehrlich und beantwortet die wichtigsten Fragen, bevor sie gestellt werden. Schließe immer mit einer klaren Handlungsaufforderung, wie und an wen sich Interessierte melden sollen.
Was du fair zahlst und was es wirklich kostet
Die Untergrenze beim Lohn gibt der jeweils gültige Kollektivvertrag deiner Branche vor, darunter darfst du nicht gehen. Welcher Kollektivvertrag für dich gilt und wie hoch das aktuelle Mindestentgelt ist, erfährst du bei der Wirtschaftskammer oder der zuständigen Gewerkschaft. Orientiere dich daran und biete, wo es geht, etwas darüber, um im engen Arbeitsmarkt attraktiv zu bleiben.
Marktübliche Stundenlöhne unterscheiden sich nach Branche und Region, in Service, Handel, Büro oder bei Events und in größeren Städten tendenziell höher als am Land. Hol dir ein Gefühl für faire Werte, indem du vergleichbare Inserate ansiehst, statt einfach das Minimum anzusetzen.
Rechne immer mit den vollen Kosten, nicht nur mit dem Stundenlohn. Über das Bruttoentgelt hinaus kommen Lohnnebenkosten wie Unfallversicherung, betriebliche Vorsorge und gegebenenfalls die Dienstgeberabgabe dazu. Plane einen spürbaren Aufschlag ein, die genaue Höhe hängt vom Einzelfall ab und ist Stand 2026 beim zuständigen Amt zu prüfen.
Rechtliche Stolperfallen vermeiden
Die wichtigste Regel: Melde jede Aushilfe vor Arbeitsbeginn bei der Österreichischen Gesundheitskasse an. Diese Anmeldung muss vorliegen, bevor die erste Stunde beginnt, sonst drohen empfindliche Strafen. Schwarzarbeit ist für dich als Unternehmen ein hohes Risiko und im Schadensfall teuer.
Führe außerdem eine korrekte Arbeitszeitaufzeichnung. Du bist verpflichtet, die geleisteten Stunden zu dokumentieren, das schützt dich bei Kontrollen und beugt Streit über die Bezahlung vor. Achte auch darauf, dass eine echte Anstellung vorliegt und nicht eine Scheinselbstständigkeit: Wer weisungsgebunden in deinem Betrieb mitarbeitet, ist in der Regel anzustellen und nicht als selbstständiger Dienstleister zu behandeln.
Wenn du dir bei Anmeldung, Mindestentgelt oder der richtigen Beschäftigungsform unsicher bist, hol dir eine kurze Auskunft bei der Wirtschaftskammer, der Gesundheitskasse oder deiner Steuerberatung. Eine sauber aufgesetzte Beschäftigung kostet wenig Aufwand und erspart dir später viel Ärger (Stand 2026, aktuelle Vorgaben beim zuständigen Amt prüfen).
Alternative: eine Dienstleistung statt eigener Anstellung
Nicht jede Aufgabe musst du über eine eigene Anstellung lösen. Für klar abgegrenzte, wiederkehrende Tätigkeiten wie Reinigung, Lieferung oder bestimmte Handwerksarbeiten kann es einfacher sein, eine selbstständige Dienstleisterin oder einen Fachbetrieb zu beauftragen. Du bekommst eine Rechnung, hast keine Anmelde- und Lohnpflichten und im Krankheitsfall sorgt der Anbieter selbst für Ersatz.
Diese Variante lohnt sich vor allem, wenn die Aufgabe nicht zu deinem Kerngeschäft gehört oder nur punktuell anfällt. Sie ist meist teurer pro Stunde als eine geringfügige Anstellung, dafür entfallen Verwaltungsaufwand und Arbeitgeberpflichten. Wichtig ist auch hier, dass eine echte selbstständige Leistung vorliegt und keine verdeckte Anstellung.
Auf Lokali findest du beides an einem Ort: Du kannst eine Stellenanzeige für eine Aushilfe aufgeben oder über ein Gesuch gezielt nach einer Dienstleistung in deiner Nähe suchen. So entscheidest du je nach Aufgabe, was am besten passt, ohne den Kanal zu wechseln.
Häufige Fragen
Wie schnell finde ich eine Aushilfe für mein Unternehmen?
Mit einer klaren Stellenanzeige und lokaler Reichweite oft innerhalb weniger Tage. Entscheidend sind konkrete Angaben zu Aufgaben, Arbeitszeiten und Stundenlohn sowie ein Kanal, auf dem Menschen aus deiner Nähe aktiv nach Jobs suchen. Ein kleiner Pool verlässlicher Aushilfen hilft dir, künftige Spitzen noch schneller abzudecken.
Was kostet eine geringfügige Aushilfe wirklich?
Über den Bruttolohn hinaus kommen Lohnnebenkosten wie Unfallversicherung und betriebliche Vorsorge dazu, bei mehreren geringfügig Beschäftigten unter Umständen auch die Dienstgeberabgabe. Plane einen spürbaren Aufschlag auf den Stundenlohn ein. Die genauen Sätze und Grenzen prüfst du Stand 2026 am besten bei der Gesundheitskasse oder der Wirtschaftskammer.
Was ist die Geringfügigkeitsgrenze und warum ist sie wichtig?
Sie ist die monatliche Entgeltgrenze, bis zu der eine Beschäftigung als geringfügig gilt. Bleibt das Entgelt darunter, fallen für die Aushilfe keine Lohnsteuer und keine normalen Sozialversicherungsbeiträge an, sie ist aber unfallversichert. Den genauen Betrag nennen wir bewusst nicht, weil er sich ändert. Stand 2026 prüfst du ihn beim zuständigen Amt.
Muss ich eine Aushilfe anmelden?
Ja. Jede Aushilfe muss vor Arbeitsbeginn bei der Österreichischen Gesundheitskasse angemeldet werden, auch bei geringfügiger Beschäftigung. Die Anmeldung schützt beide Seiten und ist Pflicht. Ohne sie drohen empfindliche Strafen, und im Schadensfall trägst du das Risiko.
Darf eine Aushilfe für mehrere Arbeitgeber arbeiten?
Grundsätzlich ja, eine Aushilfe kann mehrere geringfügige Beschäftigungen haben. Übersteigt die Summe aller Entgelte jedoch die Geringfügigkeitsgrenze, wird die Person voll sozialversicherungspflichtig und muss das selbst über die Sozialversicherung abrechnen. Kläre offen, ob deine Aushilfe noch anderswo beschäftigt ist (Stand 2026, Details beim zuständigen Amt prüfen).
Anstellung oder Dienstleistung beauftragen, was ist besser?
Das hängt von der Aufgabe ab. Für regelmäßige Mitarbeit im Betrieb ist meist eine geringfügige Anstellung passend. Für klar abgegrenzte, wiederkehrende Tätigkeiten kann es einfacher sein, einen selbstständigen Anbieter zu beauftragen, dann entfallen Lohn- und Anmeldepflichten. Wichtig ist, dass keine Scheinselbstständigkeit vorliegt.
Du brauchst flexibel eine Aushilfe oder eine Dienstleistung für deinen Betrieb? Erstelle dir kostenlos ein Konto auf lokali.at und gib deine Stellenanzeige oder dein Gesuch auf. So erreichst du gezielt Menschen in deiner Nähe und baust dir nach und nach einen verlässlichen Pool an Aushilfen auf.
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