Haushaltshilfe anmelden in Österreich 2026: DLS, ÖGK und die Schritte
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Du möchtest eine Putzhilfe, Reinigungskraft oder allgemeine Haushaltshilfe beschäftigen und willst das von Anfang an sauber und legal machen? Die gute Nachricht: In Österreich ist das für Privathaushalte einfacher, als viele denken. Für haushaltsnahe Tätigkeiten reicht in den meisten Fällen der Dienstleistungsscheck, bei dem Anmeldung und Sozialversicherung automatisch laufen. Erst ab einem höheren Verdienst kommt eine reguläre Anmeldung bei der ÖGK ins Spiel.
In diesem Ratgeber bekommst du den kompletten Überblick: welche legalen Wege es gibt, wann welcher passt, was die Anmeldung kostet, wie du Schritt für Schritt vorgehst und warum sich der kleine Aufwand gegenüber der Schwarzarbeit auf jeden Fall lohnt.
Und falls du die passende Person noch gar nicht gefunden hast: Auf Lokali gibst du kostenlos ein Gesuch auf und findest Haushaltshilfen direkt aus deiner Nachbarschaft. Die Anmeldung regelst du danach ganz unkompliziert.
Die drei legalen Wege, eine Haushaltshilfe zu beschäftigen
Weg eins ist der Dienstleistungsscheck (DLS). Er ist für Privatpersonen gedacht, die für haushaltsnahe Tätigkeiten wie Putzen, Bügeln oder Gartenarbeit eine Hilfe beschäftigen. Du kaufst Schecks, bezahlst damit, und Anmeldung sowie Sozialversicherung erledigt der Versicherungsträger automatisch bei der Einlösung. Das ist für die meisten der einfachste Weg.
Weg zwei ist die geringfügige Anstellung. Sie wird relevant, wenn deine Hilfe bei dir regelmäßig mehr verdient, als über den Dienstleistungsscheck sinnvoll abzudecken ist, aber unter der monatlichen Geringfügigkeitsgrenze bleibt. Hier meldest du die Person selbst bei der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) an und führst eine einfache Lohnverrechnung.
Weg drei ist die Beauftragung eines Unternehmens, etwa einer Reinigungsfirma. Dann bist du gar nicht Arbeitgeber: Die Firma stellt dir eine Rechnung und kümmert sich selbst um ihre Angestellten. Das ist bequem, aber in der Regel teurer als die direkte Beschäftigung einer einzelnen Hilfe.
Der Dienstleistungsscheck: der einfachste Weg für Privathaushalte
Für die klassische Putzhilfe ein paar Stunden pro Woche ist der Dienstleistungsscheck fast immer die beste Wahl. Du musst dich nirgends anmelden und keine Lohnverrechnung führen. Du kaufst die Schecks in der Trafik oder online, bezahlst deine Hilfe damit, und sie löst die Schecks beim zuständigen Sozialversicherungsträger ein. Dabei wird sie automatisch erfasst und ist unfallversichert, außerdem erwirbt sie Pensionsanspruch.
Wichtig ist die Verdienstgrenze: Pro Arbeitgeber darf deine Hilfe über den DLS nur bis zur monatlichen Geringfügigkeitsgrenze verdienen. Diese liegt Stand 2026 bei rund 551 Euro pro Monat. Prüfe den exakten, aktuellen Wert immer bei der ÖGK oder dem Sozialversicherungsträger, da er jährlich angepasst wird.
Wenn du tiefer einsteigen willst, wie der DLS im Detail funktioniert, was er kostet und wo die Grenzen liegen, findest du das im eigenen Ratgeber zum Dienstleistungsscheck. Hier reicht: Für eine einzelne Haushaltshilfe im überschaubaren Stundenumfang ist er der unkomplizierteste legale Weg.
Wann du bei der ÖGK anmelden musst
Sobald deine Hilfe bei dir regelmäßig über die Geringfügigkeitsgrenze hinaus verdient, reicht der Dienstleistungsscheck nicht mehr. Dann brauchst du eine reguläre Anmeldung. Als privater Arbeitgeber meldest du die Person vor Arbeitsbeginn bei der Österreichischen Gesundheitskasse an und führst eine monatliche Lohnverrechnung mit den entsprechenden Sozialversicherungsbeiträgen.
Auch bei einer geringfügigen Anstellung, die unter der Grenze bleibt, aber nicht über Schecks laufen soll, meldest du bei der ÖGK an. Der Aufwand ist überschaubar, viele lassen die Lohnverrechnung von einer Steuerberatung oder einem Lohnbüro erledigen. Für die Person selbst gilt: Wer geringfügig beschäftigt ist, kann sich freiwillig selbst versichern, um vollen Kranken- und Pensionsschutz zu haben.
Die genauen Meldefristen, Formulare und Beitragssätze findest du direkt bei der ÖGK. Da sich diese Werte ändern, prüfe vor der Anmeldung immer den aktuellen Stand für 2026, statt dich auf ältere Angaben zu verlassen.
Was kostet die Anmeldung einer Haushaltshilfe?
Beim Dienstleistungsscheck fällt für dich als Arbeitgeber zusätzlich zum Scheckwert nur ein kleiner Verwaltungsaufschlag an, in der Größenordnung weniger Prozent. Ein Scheck über zehn Euro kostet dich also nur geringfügig mehr. Von der Auszahlung deiner Hilfe wird ein Sozialversicherungsanteil einbehalten, das solltet ihr bei der Vereinbarung des Stundenlohns berücksichtigen.
Bei der geringfügigen Anstellung zahlst du als Arbeitgeber eine pauschale Abgabe auf das Entgelt, wenn du mehrere geringfügig Beschäftigte hast oder bestimmte Grenzen überschritten werden. Die Person selbst zahlt für eine freiwillige Selbstversicherung Stand 2026 rund 80 bis 85 Euro pro Monat. Auch hier gilt: den exakten Betrag bei ÖGK oder Arbeiterkammer prüfen.
Als Orientierung für den Stundenlohn: Marktüblich sind für Reinigungstätigkeiten je nach Region zweistellige Stundensätze, in Wien liegen sie tendenziell höher als am Land. Eine faire Bezahlung ist nicht nur korrekt, sie sorgt auch für eine verlässliche, langfristige Zusammenarbeit. Ob du Kosten für die Haushaltshilfe steuerlich geltend machen kannst, klärst du mit deiner Steuerberatung oder beim BMF.
Schwarzarbeit: warum sich die Anmeldung wirklich lohnt
Eine Haushaltshilfe ohne Anmeldung bar zu bezahlen, ist Schwarzarbeit, und die kann teuer werden. Wird eine nicht gemeldete Beschäftigung bei einer Kontrolle der Finanzpolizei aufgedeckt, drohen dem Arbeitgeber Strafen, die schnell in den vierstelligen Bereich gehen können, zusätzlich zu den nachzuzahlenden Beiträgen.
Dazu kommt das Risiko für die beschäftigte Person: Ohne Anmeldung ist sie nicht unfallversichert. Passiert bei der Arbeit in deinem Haushalt etwas, kann das für beide Seiten sehr unangenehm und teuer werden. Die legale Beschäftigung schützt also nicht nur vor Strafen, sondern auch dich und deine Hilfe im Ernstfall.
Der Aufwand, es richtig zu machen, ist gerade beim Dienstleistungsscheck minimal. Gemessen am Risiko einer Strafe und einem möglichen Unfall ohne Versicherung ist die Anmeldung eine der einfachsten und sinnvollsten Entscheidungen, die du treffen kannst.
Schritt für Schritt: so meldest du deine Haushaltshilfe an
Schritt eins: Klär den Umfang. Überlege, wie viele Stunden pro Woche du Hilfe brauchst und was sie ungefähr verdienen wird. Das entscheidet, ob der Dienstleistungsscheck reicht oder eine Anmeldung bei der ÖGK nötig ist.
Schritt zwei: Wähl den Weg. Bleibt der Verdienst klein und geht es um haushaltsnahe Tätigkeiten, nimm den Dienstleistungsscheck. Liegt er höher, melde bei der ÖGK an. Schritt drei: Vereinbart die Bedingungen. Haltet Stundenlohn, Aufgaben und Zeiten fest, am besten schriftlich, damit beide Seiten Klarheit haben.
Schritt vier: Setz die Anmeldung um. Beim DLS kaufst du einfach die Schecks. Bei der geringfügigen Anstellung meldest du vor dem ersten Arbeitstag bei der ÖGK an. Schritt fünf: Bezahl korrekt und dokumentiere. So bist du auf der sicheren Seite und deine Hilfe ist abgesichert.
Zuerst die passende Haushaltshilfe finden: mit Lokali
Die Anmeldung ist der zweite Schritt. Der erste ist, überhaupt jemanden zu finden, dem du vertraust und der zuverlässig zu dir nach Hause kommt. Genau dafür ist Lokali da: ein hyperlokaler Marktplatz für Hilfe, Dienstleistungen und Jobs in deiner Nähe.
Als Privatperson gibst du kostenlos ein Gesuch auf, zum Beispiel Putzhilfe für drei Stunden pro Woche gesucht, und beschreibst, was du brauchst. Menschen aus deiner Umgebung, die im Haushalt helfen möchten, melden sich direkt bei dir. Weil Lokali lokal funktioniert, findest du Hilfe wirklich in deiner Nachbarschaft, nicht irgendwo am anderen Ende des Landes.
Sobald ihr euch einig seid, wickelst du die Bezahlung sauber über den Dienstleistungsscheck oder eine ordentliche Anmeldung ab. So bringst du Bedarf und Hilfe lokal zusammen und machst von Anfang an alles richtig.
Häufige Fragen
Wo melde ich meine Haushaltshilfe an?
Beim Dienstleistungsscheck musst du gar nichts anmelden, das läuft automatisch über die Einlösung der Schecks. Bei einer geringfügigen oder regulären Anstellung meldest du die Person vor Arbeitsbeginn bei der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) an.
Dienstleistungsscheck oder Anmeldung bei der ÖGK, was ist besser?
Für haushaltsnahe Tätigkeiten in kleinem Umfang ist der Dienstleistungsscheck einfacher, weil Anmeldung und Versicherung automatisch laufen. Sobald der Verdienst pro Monat höher wird, brauchst du eine reguläre Anmeldung bei der ÖGK mit Lohnverrechnung.
Was kostet es, eine Haushaltshilfe anzumelden?
Beim Dienstleistungsscheck fällt für dich nur ein kleiner Verwaltungsaufschlag zum Scheckwert an. Bei der geringfügigen Anstellung kommen Abgaben dazu, und die Person kann sich für rund 80 bis 85 Euro pro Monat (Stand 2026) freiwillig selbst versichern. Prüfe die aktuellen Werte bei der ÖGK.
Welche Strafe droht bei einer nicht angemeldeten Haushaltshilfe?
Schwarzarbeit ist im Privathaushalt keine Kleinigkeit. Wird sie bei einer Kontrolle der Finanzpolizei aufgedeckt, drohen dem Arbeitgeber Strafen, die schnell vierstellig werden, zusätzlich zu den nachzuzahlenden Sozialversicherungsbeiträgen.
Kann ich die Kosten für die Haushaltshilfe von der Steuer absetzen?
Unter bestimmten Voraussetzungen kann das möglich sein. Ob es in deinem Fall zutrifft, hängt von deiner Situation ab. Stand 2026 klärst du das am besten mit deiner Steuerberatung oder beim BMF.
Wo finde ich überhaupt eine Haushaltshilfe in meiner Nähe?
Auf Lokali gibst du kostenlos ein Gesuch auf und beschreibst, welche Unterstützung du brauchst. Menschen aus deiner Nachbarschaft melden sich direkt bei dir. Die Anmeldung über den Dienstleistungsscheck oder die ÖGK regelst du danach.
Du weißt jetzt, wie du eine Haushaltshilfe legal anmeldest. Fehlt nur noch die passende Person? Erstelle dir kostenlos ein Konto auf lokali.at, gib ein Gesuch für deine Haushaltshilfe auf und finde zuverlässige Unterstützung direkt aus deiner Nachbarschaft.
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