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Stundenlohn Putzfrau Österreich 2026: was du privat zahlst

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Vier Stunden in der Woche, jemand, der Bad und Küche macht, und dahinter die Frage, was das im Monat wirklich ausmacht. Die Zahlen, die man dazu findet, widersprechen sich: einmal fünfzehn Euro, einmal vierzig, einmal der Lohn der Person und einmal der Preis eines Betriebs.

Hier stehen die drei legalen Wege nebeneinander, aus der Sicht des Haushalts, der zahlt. Ein Wort vorweg, weil es in diesem Thema zwei Dinge meint: Lohnbrutto ist der Betrag vor den Abzügen bei der Person, Bruttopreis ist der Rechnungsbetrag samt Umsatzsteuer. Wo eine Zahl das eine oder das andere ist, steht es dabei.

Alle Werte gelten für Österreich und für 2026. Die amtlichen Sätze werden jedes Jahr neu festgesetzt, die Marktpreise ändern sich laufend.

Die drei Wege, nebeneinander gerechnet

Bezugsgröße ist eine geleistete Stunde einfacher Wohnungsreinigung. Der Vergleich ist eine eigene Rechnung, die Ausgangswerte sind einzeln belegt.

WegWas der Haushalt je Stunde zahltWas er selbst erledigen muss
Dienstleistungsscheck17,10 Euro, exakt und amtlichnichts
Geringfügige Anstellung16,05 bis 17,20 Euro, nach oben offen. Der Grundlohn von 12,23 Euro Lohnbrutto ist nur der Ausgangswert.Anmeldung, Lohnverrechnung, Kündigungsfristen
Plattform oder Betriebab 22,90 Euro Bruttopreis, gewerblich erhobene Sätze bis 42,00 Euronichts

Der Dienstleistungsscheck ist damit nicht der teure Weg: Er liegt neben der eigenen Anstellung und erspart dir Anmeldung, Lohnverrechnung und Kündigungsfristen. Wer beauftragt, zahlt mehr, gibt dafür jede Arbeitgeberpflicht ab.

Auf ein Jahr, bei vier Stunden pro Woche und 52 Wochen, also 208 Stunden: über den Scheck rund 3.556 Euro, zu gewerblich erhobenen Sätzen rund 6.989 bis 8.736 Euro.

Was von der Stunde bei der Reinigungskraft netto übrig bleibt, ist die andere Seite derselben Rechnung und steht unter Putzhilfe werden.

Der Dienstleistungsscheck: 17,10 Euro, und damit ist alles bezahlt

Das ist die einzige exakte Zahl im Artikel, und sie ist amtlich. Die ÖGK setzt den Mindeststundensatz für Reinigung, Haushaltshilfe ohne Kochen und einfache Gartenarbeit für 2026 mit 16,76 Euro fest, beim Kauf kommen 2 Prozent Aufschlag dazu. Macht 17,10 Euro je Stunde. Das ist ein Kaufpreis: keine Umsatzsteuer darauf und kein Lohnbrutto. Der Satz wird jedes Jahr zum 1. Jänner neu festgesetzt.

Darin steckt bereits alles: 9,6 Prozent anteilige Urlaubsabgeltung und 25 Prozent anteilige Sonderzahlungen sind eingerechnet, dazu Unfallversicherung und Verwaltung. Keine Nachzahlung, keine Lohnverrechnung, keine Abrechnung am Jahresende.

Nach oben ist dieser Weg gedeckelt: Der Scheckwert darf je Arbeitgeber und Monat 755,01 Euro nicht übersteigen, beim Mindestsatz also rund 45 Stunden im Monat oder gut zehn in der Woche. Wer mehr braucht, ist automatisch in einem regulären, vollversicherungspflichtigen Dienstverhältnis. Wie Kauf und Meldung ablaufen, steht unter Haushaltshilfe anmelden.

Was die geringfügige Anstellung wirklich kostet

Der Grundlohn steht im Mindestlohntarif für im Haushalt Beschäftigte, einer Verordnung des Bundeseinigungsamtes, kundgemacht im Bundesgesetzblatt. Für eine Hausgehilfin ohne Kochen, ohne Ausbildung und nicht in die Hausgemeinschaft aufgenommen, also für die Putzhilfe von außen, sind das ab 1. Jänner 2026 12,23 Euro Lohnbrutto je Stunde. Der Anfangswert, nicht der Preis.

Dazu kommt, was in den 12,23 Euro nicht steckt:

  • die Weihnachtsremuneration nach § 5 des Tarifs, ein Monatsbezug, bemessen am Durchschnitt der letzten sechs Bruttomonatsbezüge
  • ein Urlaubszuschuss. Er kommt für diese Gruppe nicht aus § 6 des Tarifs, denn der nimmt die unter das Hausgehilfen- und Hausangestelltengesetz fallenden Personen aus, und eine stundenweise Putzhilfe fällt nach dessen § 1 darunter, ob sie im Haushalt wohnt oder nicht. Er steht stattdessen in § 9 Abs. 2 HGHAngG, dort in Monatsbezügen bemessen, und lässt sich für stundenweise Beschäftigung nicht auf einen sauberen Faktor herunterrechnen. Der Punkt ist ungeklärt; die Arbeiterkammer klärt ihn im Einzelfall, siehe auch Haushaltshilfe anmelden.
  • bezahlter Urlaub, fünf Wochen im Jahr, dazu Feiertage, die auf einen Arbeitstag fallen
  • Entgeltfortzahlung im Krankenstand
  • auf Dienstgeberseite 1,1 Prozent Unfallversicherung und 1,53 Prozent Mitarbeitervorsorge, zusammen 2,63 Prozent

Was dagegen nicht dazukommt, obwohl es regelmäßig behauptet wird: Ein Privathaushalt zahlt weder Kommunalsteuer noch den Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag. Die Kommunalsteuer knüpft nach § 1 KommStG an die Betriebsstätte eines Unternehmens an, und ein Haushalt ist keines. Den Zuschlag schulden nur Mitglieder der Wirtschaftskammer. Der Dienstgeberbeitrag selbst fällt bei einer einzelnen Hilfe rechnerisch auf null, weil § 41 Abs. 4 FLAG 1967 die Bemessungsgrundlage bei kleinen Löhnen so weit kürzt, dass nichts übrig bleibt. Auch die pauschale Dienstgeberabgabe trifft einen Haushalt mit einer einzigen Hilfe nicht.

Rechnen wir es durch, mit offenen Annahmen. Setzt man beide Sonderzahlungen mit je einem Monatsbezug an, sind das 14 Bezüge auf zwölf Monate, also rund 16,7 Prozent. Mit dem Urlaubsanteil, pauschal 9,6 Prozent wie beim Scheck oder 10,6 Prozent bei fünf Wochen auf 47 gearbeitete Wochen, und den 2,63 Prozent Dienstgeberbeiträgen ergibt das 16,05 bis 16,20 Euro. Setzt man stattdessen die pauschalen 25 Prozent an, mit denen der Gesetzgeber beim Scheck rechnet, sind es 17,20 Euro. Nach oben offen bleiben in jeder Variante Feiertage, Krankenstand und der Urlaubszuschuss. Belastbar ist deshalb nur die Größenordnung: Die Anstellung liegt neben dem Scheck, mal knapp darunter, mal darüber, und bringt Anmeldung, laufende Meldungen, Lohnzettel und Kündigungsfristen mit sich.

Kaum ein Ratgeber nennt das: Der Tarif staffelt nach Berufsjahren: 12,23 Euro gelten im 1. bis 5. Berufsjahr, ab dem 6. sind es 13,27 Euro, ab dem 11. Berufsjahr 15,53 Euro. Wer dieselbe Person zehn Jahre beschäftigt, zahlt legal rund 27 Prozent mehr als am Anfang.

Beauftragen statt anstellen: was auf der Rechnung steht

Der günstigste belegte Verbraucherpreis kommt von einer Vermittlungsplattform: 22,90 Euro je Stunde bei regelmäßiger Reinigung, 24,90 Euro einmalig. Bruttopreise, weil sie sich an Verbraucher richten.

Darüber liegen die Sätze der Reinigungsbetriebe, mit einem Vorbehalt: Die belegbaren Zahlen sind gewerblich erhoben, sie richten sich an Büros, Ordinationen und Liegenschaften, nicht ausdrücklich an Privathaushalte, und markieren damit die Obergrenze, nicht den Normalfall. Marktüblich nennt eine Branchenquelle 28 bis 35 Euro netto, mit 20 Prozent Umsatzsteuer also 33,60 bis 42,00 Euro als Bruttopreis; ein Wiener Betrieb weist beides nebeneinander aus und liegt mit 47,28 Euro brutto darüber.

Die verbreitete Angabe von 15 bis 20 Euro für eine Reinigungsstunde hält der Rechnung nicht stand. Rechnet man aus 20 Euro Bruttopreis die Umsatzsteuer heraus, bleiben dem Betrieb 16,67 Euro. Der kollektivvertragliche Stundenlohn in der Unterhaltsreinigung beträgt ab 1. Jänner 2026 aber allein schon 12,37 Euro Lohnbrutto, für Hausbetreuung in Privatwohnungen 13,03 Euro, und davon sind Lohnnebenkosten, Urlaub, Krankenstand, Anfahrt, Material, Verwaltung und Gewinn noch nicht bezahlt. Ein Wiener Meisterbetrieb legt seine Kalkulation genau so offen. Wer 15 bis 20 Euro für einen Firmenpreis hält, verwechselt den Preis des Betriebs mit dem Lohn der Person.

Deshalb ist netto oder brutto hier keine Feinheit. § 9 Preisauszeichnungsgesetz verlangt gegenüber Verbrauchern den Bruttopreis; eine zusätzliche Nettoangabe ist erlaubt, muss aber unmittelbar daneben stehen. Die kursierenden Reinigungspreise sind trotzdem fast durchwegs Nettosätze aus dem Gewerbegeschäft, und ein netto genanntes Angebot kostet dich ein Fünftel mehr, als du gelesen hast. Es gibt aber einen legalen Grund für ein Angebot ohne Umsatzsteuer: Wer unter der Kleinunternehmerregelung bleibt, 2026 also unter 55.000 Euro Jahresumsatz, verrechnet keine.

Was Reinigungskräfte regional verlangen

Eine Vermittlungsplattform hat rund 300 Profile von Reinigungskräften ausgewertet. Die Tabelle zeigt nicht, was ein Haushalt zahlt, sondern welchen Stundensatz eine Einzelperson für sich verlangt; ob darin Abgaben stecken, sagt die Quelle nicht. Über den Dienstleistungsscheck zahlt ein Haushalt in Kärnten ohnehin dasselbe wie einer in Vorarlberg.

BundeslandVerlangter Stundensatz, Durchschnitt 2026, in Euro
Vorarlberg19,90
Tirol19,50
Salzburg18,80
Oberösterreich16,80
Niederösterreich16,50
Wien16,40
Burgenland16,00
Steiermark15,60
Kärnten14,90

Der Westen liegt über Wien, nicht umgekehrt: zwischen Kärnten mit 14,90 Euro und Vorarlberg mit 19,90 Euro liegen fünf Euro. Innerhalb Wiens macht der Bezirk noch einmal 3 bis 5 Euro je Stunde aus. Zwei weitere Erhebungen nennen für dieselben Regionen deutlich höhere Spannen, und das ist kein Widerspruch: Sie messen den Auftragspreis an einen Betrieb, diese Tabelle den Wunschsatz einer Einzelperson.

Was die niedrigen Werte bedeuten, gehört dazu. Unter 16,76 Euro ist der Dienstleistungsscheck ausgeschlossen, das ist sein Mindestsatz. Legal bleibt darunter die geringfügige Anstellung, deren Untergrenze bei 12,23 Euro Lohnbrutto liegt; erst darunter gibt es gar keinen legalen Weg mehr. Die 12,00 Euro, die das unterste Fünftel in Wien verlangt, schließen also den Scheck aus, nicht die Legalität.

Woran du einen fairen Preis erkennst

Statt eine Pauschale zu akzeptieren, rechne den Zeitbedarf selbst. Als Faustwerte gelten rund 20 Minuten je Zimmer, 25 Minuten fürs Bad, 30 Minuten für die Küche und 15 Minuten je Etage für Flur oder Stiege. Zwei Zimmer, ein Bad, eine Küche und ein Flur ergeben knapp zwei Stunden, Haustiere rund 15 Prozent mehr Zeit.

Vier Faktoren erklären fast jeden Preisunterschied. Alle Beträge sind Auf- und Abschläge auf den vereinbarten Stundensatz:

  • Putzmittel und Geräte: Bringt die Hilfe alles selbst mit, kostet das 2 bis 4 Euro je Stunde mehr.
  • Häufigkeit: Bei wöchentlicher oder vierzehntägiger Buchung sind 1 bis 3 Euro je Stunde Rabatt üblich; ein Einzeltermin ist teurer, weil Anfahrt und Einarbeitung auf wenige Stunden durchschlagen.
  • Zeitlage: Nach 18 Uhr sowie am Samstag und Sonntag sind 2 bis 5 Euro je Stunde Zuschlag üblich.
  • Art der Arbeit: Für die Reinigung nach einem Professionisten-Einsatz, also nach dem Ausmalen, sieht der Mindestlohntarif 4,14 Euro je Stunde Zuschlag vor. Der Scheck-Mindestsatz steigt dadurch auf 22,43 Euro, im Kauf auf 22,88 Euro. Das gilt für die beiden Wege mit eigener Arbeitgeberrolle; ein Gebäudereinigungsbetrieb setzt seinen Preis selbst.

Vom Preis zur Person

Der Preis ist die halbe Entscheidung. Wen du nimmst und was ihr vor dem ersten Einsatz vereinbart, steht unter Haushaltshilfe finden.

Wer selbst sucht, beschreibt in einem Gesuch auf Lokali Umkreis, Aufgaben und Stundenrahmen, und Reinigungskräfte aus der Region finden es über die Umkreissuche unter Dienste. Betriebe stehen unter Firmen. Der vereinbarte Preis gehört auf einen der drei Wege von oben.

Häufige Fragen

Was kostet eine Putzfrau in Österreich privat pro Stunde?

Über den Dienstleistungsscheck 17,10 Euro je Stunde, das ist der amtliche Mindestsatz von 16,76 Euro plus 2 Prozent Aufschlag beim Kauf. Bei geringfügiger Anstellung beginnt der Grundlohn bei 12,23 Euro Lohnbrutto, die tatsächliche Belastung liegt je nach Rechenweg bei 16,05 bis 17,20 Euro. Wer beauftragt, zahlt ab 22,90 Euro Bruttopreis.

Ist der Dienstleistungsscheck teurer als eine eigene Anstellung?

Beide liegen in derselben Größenordnung, je nach Rechenweg liegt die Anstellung knapp darunter oder knapp darüber. Im Scheckpreis sind 9,6 Prozent Urlaubsabgeltung und 25 Prozent Sonderzahlungen schon enthalten. Der klare Unterschied liegt im Aufwand: Beim Scheck entfallen Anmeldung, Lohnverrechnung und Kündigungsfristen.

Warum kostet die Stunde bei einer Firma über dreißig Euro?

Weil der Firmenpreis nicht der Lohn der Person ist. Der kollektivvertragliche Stundenlohn in der Unterhaltsreinigung liegt 2026 bei 12,37 Euro Lohnbrutto, dazu kommen Lohnnebenkosten, Urlaub, Krankenstand, Anfahrt, Material, Verwaltung, Gewinn und 20 Prozent Umsatzsteuer. Angebote um 15 bis 20 Euro sind für einen Betrieb rechnerisch nicht darstellbar. Über eine Vermittlungsplattform geht es günstiger, dort beginnen die Bruttopreise bei 22,90 Euro.

Wie viele Stunden im Monat sind mit dem Dienstleistungsscheck möglich?

Der Scheckwert darf je Arbeitgeber und Monat 755,01 Euro nicht übersteigen. Beim Mindestsatz für Reinigung sind das rund 45 Stunden im Monat, also gut zehn Stunden in der Woche. Darüber entsteht automatisch ein reguläres, vollversicherungspflichtiges Dienstverhältnis.

Sind Putzhilfen in Wien teurer als am Land?

Nicht so, wie man erwartet. In einer Auswertung von rund 300 Plattformprofilen verlangen Reinigungskräfte in Wien im Schnitt 16,40 Euro, in Vorarlberg 19,90 Euro und in Tirol 19,50 Euro, am wenigsten in Kärnten mit 14,90 Euro. Das ist der Wunschsatz der Person, nicht der Preis eines Betriebs. Über den Dienstleistungsscheck zahlt ein Haushalt überall dasselbe.

Wer den Preis kennt, braucht als Nächstes die Person. Ein Gesuch beschreibt Umkreis, Aufgaben und Stundenrahmen, Reinigungskräfte aus der Region finden es über die Umkreissuche, und die Bezahlung läuft anschließend über einen der drei Wege.

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